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Zehn bedeutende Museen Südkoreas

National Museum of Korea, Seoul, South Korea
Photo: Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Südkorea hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Museumslandschaft auf hohem Niveau aufgebaut. Architekten von Rang Mario Botta, Jean Nouvel, Rem Koolhaas, David Chipperfield haben in Seoul gleich mehrere Häuser realisiert; Gyeongju und Jeju runden das Bild mit Sammlungen ab, die ohne Seoul nicht denkbar wären. Die folgende Auswahl ist persönlich, aber tragfähig.

Nationalmuseum Koreas, Seoul

Das größte Museum des Landes, seit 2005 im Stadtteil Yongsan, beherbergt den vergoldeten Bronze-Bodhisattva in nachdenklicher Pose (Nationalschatz Nr. 83), die Pagode von Gyeongcheonsa und umfangreiche Bestände an Goryeo-Seladon. Eine Pflichtstation für jede Korea-Reise.

Leeum Samsung Museum of Art, Seoul

Im Stadtteil Hannam-dong gliedern drei Gebäude von Mario Botta, Jean Nouvel und Rem Koolhaas die Bestände in traditionelle koreanische Kunst, koreanische Gegenwartskunst und internationale Gegenwartskunst. Nach Renovierung 202021 wiedereröffnet und erweitert ein Beispiel für Architektur und Sammlung auf gleicher Höhe.

MMCA Nationalmuseum für Moderne und zeitgenössische Kunst, Seoul

Mit vier Standorten Seoul (am Gyeongbokgung), Gwacheon, Deoksugung und Cheongju bildet das MMCA das führende Haus für Moderne und Gegenwart in Korea. Der Standort Seoul ergänzt das Königspalast-Areal mit einem präzisen, zurückhaltenden Bau.

Museen am Gyeongbokgung-Palast

Auf dem rekonstruierten Areal liegen das Nationale Volkskundemuseum Koreas und das Nationale Palastmuseum mit königlichen Insignien, Thronsälen und Joseon-zeitlichem Alltag. Wer den Zugang zur koreanischen Kulturgeschichte sucht, findet ihn hier kompakt.

War Memorial of Korea, Seoul

Auf dem Gelände der ehemaligen Armeezentrale in Yongsan deckt das Memorial Koreas Militärgeschichte von der Vorzeit bis zum Koreakrieg ab, ergänzt durch umfangreiche Außenausstellungen mit Geräten und Fahrzeugen. Ein politisches Haus, dessen Inszenierungen den Kontext einer geteilten Nation kennen sollten.

Nationalmuseum Gyeongju

Am Rand der königlichen Silla-Gräber gelegen, beherbergt das Museum die Goldkronen aus dem Cheonmachong-Grab und die Emille-Glocke (771) die größte erhaltene koreanische Bronzeglocke. Ohne Gyeongju bleibt das museale Korea unvollständig.

Seoul Museum of Art (SeMA)

Im ehemaligen Obersten Gerichtshof nahe dem Deoksugung-Palast vereint SeMA koreanische Moderne und Gegenwart, mit besonderem Augenmerk auf Künstlerinnen wie Chun Kyung-ja. Die Verwendung des historischen Baus ist sorgfältig.

Amorepacific Museum of Art, Seoul

In David Chipperfields ruhigem Hauptsitzbau für Amorepacific in Yongsan (2017) liegt ein bedeutendes Haus für traditionelle und zeitgenössische koreanische Kunst. Die Verbindung von Unternehmensarchitektur und musealer Programmpolitik ist hier ungewöhnlich gut gelungen.

Heyri Art Valley, Paju

Nördlich von Seoul liegt das Künstlerdorf Heyri, ein architektonisch geplantes Ensemble aus Dutzenden kleiner Museen, Galerien und Werkstätten. Ein halber Tag verstreicht hier mühelos zwischen Bauten von Stararchitekten und kuratierten Wechselausstellungen.

Volkskundemuseum Jeju

Auf der Insel Jeju zeigt das Freilichtmuseum traditionelle Wohnhäuser, Fischereigerät und schamanische Objekte einer Kultur, die sich vom Festland deutlich unterscheidet. Ein wichtiger Kontrapunkt zum Seoul-zentrierten Bild Koreas.

Wohin zuerst?

Sämtliche Häuser sind auf der Karte verzeichnet. Eine zehntägige Korea-Reise mit Seoul, Gyeongju und Jeju bewältigt die Liste in realistischem Tempo.